I. Allgemeines

1. Name und Sitz

Der Verein wurde am 01. Januar 1959 in Gifhorn gegründet und führt die Vereinsbezeichnung „Schachverein Gifhorn 1959“. Der Sitz ist in Gifhorn.

2. Art und Zweck

Der Verein sieht seine Aufgabe in der Pflege und Förderung des Schachspiels als einer sportlichen Disziplin, die in besonderem Maße geeignet ist, der geistigen und charakterlichen Erziehung zu dienen. Der Verein ist politisch, rassisch und konfessionell neutral.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. d. Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder dürfen in ihrer Eigenschaft als solche keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten. Sie haben bei ihrem Aussscheiden keinen Anspruch aus dem Vermögen.

3. Mitgliedschaft in anderen Organisationen

Der Verein ist Mitglied des Schachbezirks Braunschweig e.V., des Schachkreises Gifhorn, des Landessportbundes Niedersachsen e.V. und des Kreissportbundes Gifhorn e.V.

II. Mitgliedschaft

4. Erwerb der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft zum Verein kann jede natürliche Person schriftlich beantragen. Für Minderjährige ist die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters erforderlich. Die Aufnahme als Mitglied erfolgt durch den Vorstand. Gründe für eine eventuelle Ablehnung des Aufnahmeantrages brauchen nicht gegeben zu werden.

Die Ehrenmittgliedschaft kann an solche Personen verliehen werden, die sich um den Verein oder die Förderung des Schachs besonders verdient gemacht haben. Die Verleihung erfolgt durch Beschluß der Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit.

5. Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch:
a) Tod
b) Schriftliche Austrittserklärung gegenüber einem Vorstandsmitglied. Der Austritt ist zum Ende des jeweils laufenden Quartals ohne Kündigungsfrist möglich.
c) Ausschluss, der mit Zweidrittelmehrheit des Vorstandes beschlossen wird. Er darf nur erfolgen, wenn der Betroffene mindestens zwei Wochen vorher schriftlich aufgefordert wurde, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Der Ausschluss wird dem Betroffenen schriftlich unter Angabe der Gründe mitgeteilt. Gegen diesen Beschluss steht dem Betroffenen innerhalb eines Monats das Recht der Beschwerde zu. Über diese Beschwerde entscheidet die Mitgliederversammlung. Eine Bestätigung des Ausschlusses bedarf der Zweidrittelmehrheit.
Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen, wenn das Mitglied
a) mehr als 6 Monate mit dem Betrag rückständig ist oder
b) seinen Pflichten nach Punkt 6 nicht nachkommt oder
c) das Vereinsleben stört oder Handlungen begeht, die den Vereinszweck gefährden.

6. Rechte und Pflichten der Mitglieder

Rechte der Mitglieder sind insbesondere:
a) Teilnahme an den Mitgliederversammlungen. Jedes Mitglied ist auf Mitgliederversammlungen stimmberechtigt, das Stimmrecht ist nicht übertragbar.
b) Teilnahme an allen Veranstaltungen des Vereins. Die vereinseigenen Spiele und sonstigen Geräte stehen hierfür kostenlos zur Verfügung.
Ist ein Mitglied mit mehr als 3 Monatsbeiträgen im Rückstand, so ruhen seine Rechte.
Pflichten der Mitglieder sind insbesondere:
a) Satzungen, Ordnungen und Beschlüsse des Vereins zu beachten.
b) Den festgelegten Beitrag zu entrichten.

III. Organe des Vereins

7. Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist oberstes beschlussfassendes Organ des Vereins, ihre Beschlüsse sind für alle anderen Organe bindend. Sie wird als Jahreshauptversammlung in den ersten zwei Monaten jeden Jahres, als außerordentliche Mitgliederversammlung auf Beschluss des Vorstands auf Antrag von mindestens 20% der Mitglieder vom 1. Vorsitzenden unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen. Die Mindestladefrist beträgt 14 Tage. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Zu den unübertragbaren Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören:
a) Wahl und Entlastung des Vorstands.
b) Beschluss und Änderung der Satzung, was mit Zweidrittelmehrheit erfolgen muss.
c) Beschluss und Änderung der Ordnungen.
Anträge, die innerhalb der in der Einladung genannten Frist eingehen, sind eine Woche vor der Mitgliederversammlung durch Aushang im Spiellokal bekannt zu geben.

8. Der Vorstand

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 

1. Vorsitzender2. VorsitzenderKassenwart
SchriftführerSpielleiterJugendwart
MaterialwartPressewartJugendvertreter

Der Vorstand wird mit Ausnahme des Jugendvertreters von der Mitgliederversammlung für die Dauer eines Jahres gewählt. Die Wahl des Jugendvertreters erfolgt zeitnah zur Mitgliederversammlung ebenfalls für die Dauer eines Jahres im Rahmen des Jugendtrainings an einem Termin, der den Wahlberechtigten mindestens 14 Tage vor der Wahl mitzuteilen ist. Wahlberechtigt sind alle jugendlichen Vereinsmitglieder.
Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, sofern sie nicht durch die Satzung anderen Organen zugewiesen sind. Zu diesem Zweck findet nach Bedarf eine Vorstandssitzung statt, die vom 1. Vorsitzenden mit einer Ladefrist von einer Woche einberufen wird.
Der 1. und 2. Vorsitzende sind zur alleinigen Vertretung des Vereins nach außen berechtigt. Im Innenverhältnis gilt jedoch, dass regelmäßig der 1. Vorsitzende und nur im Falle seiner Verhinderung der 2. Vorsitzende den Verein vertritt.

9. Beschlußfassung der Organe

Sämtliche Wahlen und Abstimmungen erfolgen, sofern die Satzung nichts anderes festlegt, mit einfacher Mehrheit der stimmberechtigten anwesenden Mitglieder.

IV. Übergangs- und Schlußbestimmungen

10. Ordnungen

Diese Satzung wird durch die Finanzordnung und die Turnierordnung ergänzt.

11. Auflösung des Vereins

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Gifhorn die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
Die Auflösung des Vereins kann nur auf Basis eines mit der Einladung mitgeteilten Tagesordnungspunktes von der Mitgliederversammlung mit den Stimmen von mindestens Zweidrittel der stimmberechtigten anwesenden Vereinsmitglieder beschlossen werden.

Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 26.01.1989 beschlossen.
Änderungen erfolgten von der Mitgliederversammlung am 07.09.1995 (Ziffer 6), 19.02.1998 (Ziffer 5), 04.03.2004 (Ziffer 7), 19.02.2009 (Ziffern 6 und 8), 30.06.2011 (Ziffer 6) und am 07.02.2013 (Ziffer 2, 3 und 11)


Turnierordnung

1. Spielgeschehen

Der Verein richtet jährlich folgende Turniere aus:
– Vereinsmeisterschaft
– Pokalturnier
– Stadtmeisterschaft
– Stadtblitzmeisterschaft
– Vereinsblitzmeisterschaft
Darüberhinaus können bei Bedarf Sonderveranstaltungen ausgeschrieben werden.

1.1 Vereinsmeisterschaft

Die Vereinsmeisterschaft wird als Rundenturnier ausgetragen. Bei Punktgleichheit ist die Sonneborn-Berger-Wertung für die Plazierung maßgebend, bei Wertungsgleichheit die Feinwertung. Bei abermaligem Gleichstand wird der Platz geteilt.
Die Vereinsmeisterschaft wird nach DWZ ausgewertet.

1.2 Pokalturnier

Für die Teilnahme am Pokalturnier ist eine Mitgliedschaft im Schachverein Gifhorn nicht erforderlich. Eine Teilnahme von Spielern, die für andere Vereine spielberechtigt sind, ist jedoch ausgeschlossen.
Das Pokalturnier wird im k.o.-System ausgetragen. Bei Remis ist mit vertauschten Farben eine zweite Partie zu spielen. Bei abermaligem Remis wird bis zur ersten Gewinnpartie geblitzt.
Der Gewinner des Pokalturniers ist berechtigt, auf Kreisebene am Dähne-Pokal teilzunehmen.
Das Pokalturnier wird nicht nach DWZ ausgewertet.

1.3 Stadtmeisterschaft

Die Stadtmeisterschaft wird vereinsoffen in sieben Runden nach dem Schweizer System ausgetragen. Sie findet in der Regel von September bis Dezember statt. Bei Punktgleichstand ist die Buchholz-Wertung für die Plazierung maßgebend, bei Wertungsgleichheit die Feinwertung. Bei abermaligem Gleichstand wird der Platz geteilt.
Die Stadtmeisterschaft wird nach DWZ ausgewertet.

1.4 Vereinsblitzmeisterschaft

Die Vereinsblitzmeisterschaft wird vereinsoffen ausgetragen. Vereinsblitzmeister kann nur werden, wer Mitglied des Vereins ist.

2. Spielweise und Spielregeln

Sofern in dieser Turnierordnung oder den jeweiligen Ausschreibungen nicht ausdrücklich etwas anderes niedergelegt wurde, gelten die Spielregeln der FIDE.
Das Klingeln eines Handys führt nicht zu einem Partieverlust.
Nach vierzig Zügen können die Partien auf Verlangen eines Spielers und danach im Einvernehmen beider Spieler unterbrochen werden.
Die angesetzten Termine sind verbindlich. Eine Spielverlegung ist nur mit Zustimmung des Turnierleiters zulässig; bei Übereinkunft der beiden Spieler können die Partien auch während der offiziellen Nachholtermine gespielt werden, ohne dass dieses der Zustimmung des Turnierleiters bedarf.

3. Turnierleitung

Turnierleiter der unter Punkt 1 genannten Turniere ist der Spielleiter bzw. für Jugendturniere der Jugendwart.
Gegen die Entscheidung des jeweiligen Turnierleiters kann innerhalb von 14 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist an den Spielausschuss zu richten, der endgültig entscheidet.
Der Spielausschuss besteht aus dem Spielleiter, dem Jugendwart und drei weiteren Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung für die Dauer eines Jahres zu wählen sind. Dem Spielausschuß obliegt weiterhin die Aufstellung für die Mannschaftsmeisterschaften.

Diese Turnierordnung wurde von der Mitgliederversammlung am 26.01.1989 beschlossen. Änderungen erfolgten von den Mitgliederversammlungen am 25.02.1993 (Punkt 1.4), am 23.02.1995 (Punkt 2), am 13.02.1997 (Punkt 2) und am 19.02.2009 (Punkte 1, 1.1, 1.2, 1.3, 1.5 – Streichung – und 2).


Weitere Vorstandsbeschlüsse

Vorstandsbeschluss vom 22.01.2015

Erstattung von Teilnahmegebühren

In Ergänzung zu den bisherigen Vorstandsbeschlüssen erstattet der Verein zusätzlich zu den  Teilnahmegebühren bei Einzelmeisterschaften u.U. auch die Teilnahmegebühren für weitere Turniere. Die Erstattung wird im Einzelfall vom Vorstand beraten und anschließend genehmigt oder abgelehnt.
Für eine Ablehnung ist eine Angabe von Gründen nicht erforderlich.

Die Regelung gilt rückwirkend ab 01.01.2015

Vorstandsbeschlüsse vom 23.01.2014

Erstattung von Fahrtkosten und Teilnahmegebühren bei Einzelmeisterschaften

Der Schachverein Gifhorn gewährt für die Teilnahme an Einzelmeisterschaften des Bezirkes und des Verbandes unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel einen Zuschuss zu den Fahrtkosten in Höhe von 25%. Bei PKW-Fahrten gilt für die Bemessung der Kosten der Kilometer-Satz, zu dem jeweils vereinsinternen gemäß Finanzordnung abgerechnet wird.

Der Schachverein Gifhorn erstattet zudem das Startgeld für die Teilnahme an den vorgenannten Veranstaltungen sowie den in diesem Rahmen ausgetragenen offenen Turnieren.

Diese Regelung gilt rückwirkend ab Beginn der Saison 2013/14.

Erstattung von Fahrtkosten für Mannschaftskämpfe

In Ergänzung zu Ziffer 8 der Finanzordnung erhalten einzelne Mitglieder, die zu Mannschaftskämpfen des Vereins anreisen, für die Hin- und Rückfahrt auf schriftlichen Antrag einen Fahrtkostenersatz nach den vereinsüblichen Kilometer-Sätzen, sofern die einfache Entfernung mehr als 10 Kilometer beträgt. Die Erstattung für den Einzelnen ist auf 100 Kilometer pro Mannschaftskampf begrenz.

Das gilt in gleicher Weise für Tätigkeiten als Übungsleiter, der auf vertraglicher Basis des Schachvereins Gifhorn tätig ist.

Die Regelung gilt ab 01.01.2014